Sportpatenschaften – Kooperationen von Sportvereinen und Kitas

Durch das 2008 von der Sportjugend entwickelte Modell „Sportpatenschaften“ finden Vereine und Kitas im Bereich Bewegungsförderung zusammen. Beide Partner können sich im Rahmen sehr offener und unbürokratischer Kooperationsvereinbarungen nach ihren Wünschen und Möglichkeiten in der Bewegungsförderung engagieren. Grundlage der Zusammenarbeit sind Kooperationsgespräche und die Benennung verbindlicher Ansprechpartner auf beiden Seiten mit dem Ziel, eine langfristige nachhaltige Kooperation entstehen zu lassen.

Die Sportjugend möchte in diesem Zusammenhang besonders die Sportvereine stärken, damit diese sich als Partner „auf Augenhöhe“ in die Kooperation einbringen können. Die Vereine erhalten daher eine Anschubfinanzierung bis zu 500 €, die sie nach ihren Bedürfnissen im Rahmen der Kooperation verwenden können.

Hintergrund für die Initiative Sportpatenschaften

Viele wissenschaftliche Untersuchungen belegen die außergewöhnlich hohe Bedeutung von frühzeitiger und nachhaltiger Bewegungsförderung für die Entwicklung von Kindern. Kindersport fungiert dabei neben der Ausbildung motorischer Fertigkeiten auch als Motor von Bildung und Persönlichkeitsentwicklung. Kinder verbringen aber immer mehr Zeit in Betreuungssystemen (Kita, OGS, Schule). Nachhaltige Gesundheits- und Bewegungsförderung für Kinder benötigt mehr denn je die quartiersbezogene Vernetzung von Betreuungssystemen und Sportvereinen.

Die Idee der Sportpatenschaften setzt entsprechend auf eine ganz konkrete Zusammenarbeit von Kitas/Familienzentren und Sportvereinen im jeweiligen Stadtteil und damit im direkten Lebensumfeld von Kindern und deren Familien.

Ziele der Sportpatenschaften:

  • Kinder in Bewegung bringen in Vereinen, Kitas und im Alltag
  • Spaß an der Bewegung entdecken und fördern
  • Kinder und Eltern für den Sportverein gewinnen
  • Bewegungsnetzwerke im Stadtteil knüpfen

In der Entwicklung von Kooperationsstrukturen liegen große Chancen für die Vereinsentwicklung, z. B. im Hinblick auf neue Zielgruppen und Angebotsformen. Zum anderen gewährleisten sie Nachhaltigkeit für die Bewegungsförderung der Kinder. 

Beispiele für Inhalte der Zusammenarbeit

Bisher konnten 122 Sportpatenschaften geschlossen werden, von denen 84 aktiv sind. So sind ganz unterschiedliche Bewegungsangebote für Kinder entstanden:

  • Vorstellung des Vereins und seiner Angebote auf Elternabenden
  • regelmäßige wöchentliche Angebote in der Kita
  • regelmäßige Teilnahme von Kindern und Eltern an Angeboten des Vereins, z. B. Eltern-Kind-Turnen
  • punktuelle Gestaltung von Bewegungsangeboten, z. B. bei Sommerfesten, Spielfesten, Familienfesten
  • Durchführung von sportlichen Turnieren im Stadtteil, z. B. Kindergarten-Fußballturnier, Mini-Sportabzeichen
  • Durchführung von Sportkursen in Kooperation, z. B. Schwimmkurse, Ballschule, Ringen und Raufen, Selbstbehauptung

Wie werde ich Sportpate?

Bei Interesse übernimmt die Sportjugend die Vermittlung zwischen Vereinen und Kitas. Haben sich Partner aus einem Stadtteil mit ähnlichen Interessen gefunden, treffen sich diese zu einem Kooperationsgespräch und dokumentieren ihre Zusammenarbeit in der Sportpatenschaft durch eine Kooperationsvereinbarung.
Zum Download (PDF): Antrag_Formular_Sportpatenschaften

Wird die Kooperation erfolgreich fortgeführt, kann der Verein im Folgejahr für Aktivitäten oder neue Ideen einen weiteren Zuschuss beantragen.
Zum Download (PDF): Antrag_Aktivitätenförderung_Sportpatenschaften